Albanische Küche: Typische Gerichte

Um die albanische Küche zu verstehen, muss man berücksichtigen, dass sie mit der Geschichte und der geografischen Lage Albaniens verbunden ist. Westlich von dem Adriatischen Meer liegt das nahe Italien; Die heutige Türkei ist nicht so nah, aber der Osmanische Reich erstreckte sich bis nach Albanien und hat eine kulinarische Erbschaft hinterlassen. Daher sind die Einflüsse der Nachbarvölker und der vergangenen Herrschaften auch in der albanischen Küche herauszufinden.

Die Verwendung von Honig kennzeichnet sowohl die albanischen als auch die griechischen oder türkischen Süßspeisen, die manchmal denselben Namen haben. Baklava (Gebäck aus feinem Blätterteig mit einer Füllung aus getrockneten Früchten) und Loukum (eine sehr leckere Süßigkeit, die in Vlora als street food verkauft wird. Es handel sich um in Puderzucker gewälzte Kürbis Confits) sind zwei Beispiele.

Ouzo, eine Spirituose aus Anis, ist das griechische Nationalgetränk, das in Albanien Uzo heißt. Aber Raki ist das albanische Nationalgetränk, ein weißer Schnaps aus Trauben oder anderen Früchten.

Lammfleisch und Zickleinfleisch sind die Hauptzutaten verschiedener leckeren Speisen. Für die lokalen Köche sind die Zärtlichkeit und der Geschmack des Lammfleisches von Karaburun unverwechselbar. Diese Köstlichkeit kommt aus der Zucht von der Halbinsel Karaburun, einem auf einer Hohe von 800 liegenden Naturpark in der Nähe von Vlora. Das albanische Kochrezept für das Lammfleisch ist anderen Rezepten der Nachbarländer sehr ähnlich. Tavekosi ist eine typische Speise aus Lammfleisch: Das Lamm wird entbeint, und das abgeschnittene Fleisch wird in Brühe gekocht oder gebraten, danach wird eine Soße aus geschlagenen Eiern und Jogurt dazu gegeben, und das Gericht wird gebacken. Ein ähnliches Rezept, aber ohne Jogurt, existiert auch in Süditalien. Auch die Lamminnereien werden fast in derselben Weise in Italien und Albanien zubereitet. Die zwei Spezialitäten Kukurec und Macakorda gehören zu einer antiken Tradition und am besten werden nicht in Restaurants vorbereitet, sondern in den nicht-touristischen Schafshirtesdörfern von lokalen Familien.

Wirtschaftlich ist die Schafzucht in Albanien sehr wichtig, und daher ist die Erzeugung von Käse sehr intensiv. Der Bardhë Käse ist dem Käse Feta sehr ähnlich, und Käse wird in Speisen wie Byrek statt Fleisches verwendet.

Das Jogurt ist ein Hauptzutat in vielen warmen und kalten Rezepten: Tarator ist eine kalte Suppe aus Jogurt und Gurken. Das Getränk Dhalle besteht aus Jogurt und sehr kaltem Wasser.

Das Ziegenfleisch wird wie das Lammfleisch bearbeitet. Pasterma ist ein geräucherter Schinken aus getrocknetem Ziegenfleisch mit einem besonderen Geschmack: ein ausgezeichnetes Produkt!

In Albanien wird neben Fleisch auch Fisch – besonders an der Küste – verzehrt. Nicht nur das Meer sondern auch die Flüsse bieten verschiedene Fischarten, unter denen auch die Forellen, die sich in vielen Gerichten eignen.

Als Beilagen fehlen alle mediterranen Gemüse wie Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini u.s.w. oder Hülsenfrüchte natürlich nie. Zum Beispiel ist Shtridelat aus Kichererbsen und Bohnen. Getreide wie Reis und Mais werden sowohl in süßen als auch in salzigen Speisen verwendet. Bukë Misër ist ein Maisbrot, und Kabuni ist ein Süßgebäck aus Reismehl, Rosinen und Pinienkernen. Weinblatter und Reis sind die Hauptzutaten von albanischen Rollen.

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Foto CC-BY-SA von Violetamyftari

Olivenöl ist das am meisten verwendete Gewürz, aber auch die Butter ist ein wichtiges Zutat in vielen Speisen.

Das typische albanische Mittagsmahl besteht aus einer vollwertigen Speise aus Fleisch oder Fisch, Käse, Pasta oder Reis, Gemüsen oder Hülsenfrüchten. In Albanien heißen die sogenannten Vorspeisen Meze. Die Ursprung des Namen ist halb griechisch und halb türkisch, wie die Zutaten. Als Meze werden Oliven, frischen und gereiften Käse, Fleischklößen (Qofte), frittierte Paprika und Auberginen, Wurstwaren und Soßen serviert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die albanische Küche unverfälscht und schmackhaft ist und zu der gesunden mediterranen Tradition gehört. Obwohl viele Gerichte anderen Gerichten der Nachbarländer ähnlich sind, ist ihr Geschmack einzig und spiegelt die Einmaligkeit ihres Ursprungslands wider.

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