Sitten und Gebräuche Marokkos: was man vor der Abreise wissen sollte.

Eine Reise nach Marokko ist sicherlich eine sehr gute Wahl, aber vor der Abreise ist es empfehlenswert, sich über seine Sitten und Gebräuche zu informieren. In den touristischen Städten sind die Verhaltensregeln nicht so streng wie in Berberdörfern, aber von Nord bis Süd gelten dieselben Sitten und Gebräuche. Im Gegensatz zu anderen arabischen Ländern zeigt Marokko zunehmende Entwicklung und Modernisierung, aber die Verbindung zu einigen Traditionen verbleibt.

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Foto CC-BY-SA 3.0 von Luc Viatour

Bei der Ankunft, möglicherweise mit einer Fähre, muss man sich dem zu erreichenden Ziel bewusst sein, um eventuelle Schwierigkeiten zu vermeiden.

Schon beim Packen muss man zwei Aspekte berücksichtigen. Erstens das Klima unseres Reiseziels. In einigen Regionen sind die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sehr stark, und daher sind ein Pullover oder eine Windjacke sehr nützlich. Zweitens die Bekleidungsregeln. Bei Frauen sind Ausschnitte, Miniröcke, Shorts und Bikini für unangemessen im ganzen Land gehalten. Bei Männern sind kurze Sommerhosen und ärmellose T-Shirts zu vermeiden, besonders in den Berberdörfern des Hinterlands. Daher ist es ratsam, lange weite Röcke und Kleider oder lange Hosen aus Leinen mitzunehmen. In Ferienanlagen oder Ferienclubs sind die Bekleidungsregeln nicht so streng, aber der Tourist soll gegenüber dem Vorort arbeitendem Personal respektvoll sein, und in Betracht ziehen, dass man bei Ausflügen angemessen gekleidet sein muss.

Es ist unbesonnen, für eine Frau allein auszugehen; Mögliche Belästigungen sind entmutigen. Männer und Frauen, auch verheiratete oder verlobte Paare, sollten öffentliche Zärtlichkeit vermeiden. In der Öffentlichkeit halten sich die lokalen verheirateten oder verlobten Paare nicht an der Hand und küssen sich nicht. Männer machen es nur aus Freundschaft. Im Alltag leben Männer und Frauen in getrennten Räumen: bei den Mahlzeiten oder in den Hamman, wo Frauen und Männer verschiedene Eintrittszeiten haben.

In Marokko ist die Religion ein sehr wichtige Faktor. Der Besuch von Gebetsstätten und Moscheen ist nicht immer möglich, und auch in den touristischen Städten muss man sich darüber informieren.

Die Touristen müssen bei den Gebetszeiten in einem öffentlichen Ort oder in einem privaten Hause Respekt zeigen. Während des Ramadan ist es unangemessen in Anwesenheit von Muslimen tüchtig zu essen oder zu rauchen oder ihnen ein alkoholisches Getränk anzubieten.

Auch von Religion kritisch zu sprechen ist es unbesonnen. Es ist ausdrücklich verboten und kann bestraft werden, den Staat oder den König offen zu kritisieren.

Wenn es am Eingang eines privaten Hauses Schuhe gibt, soll man die eigenen Schuhe ausziehen, vor den Teppich zu betreten. Bei einer Einladung zu Mittags- oder Abendessen sollte man beim Essen nur die richtige Hand verwenden. Wenn man nach dem Brauch ohne Besteck isst, muss man nur drei Finger – den Daumen, den Zeigefinger und den Mittelfinger – und eventuell ein Stuck Brot verwenden. Die linke Hand wird für unrein gehalten und nur für die Waschung verwendet. Die Kinder müssen nur mit der richtigen Hand gestreichelt. Auch ein Geschenk wird mit der richtigen Hand ausgehändigt.

Die Marokkaner sind sehr gastfreundlich und höflich. Ihr beliebtes Getränk ist Minztee, der dem Tourist sehr oft ohne Hintergedanke angeboten wird. In diesem Fall würde eine Ablehnung für Beleidigung gehalten. Dieser Tee besteht aus mit frischer Minze aromatisiertem gezuckertem grünem Tee und wird zum Frühstück, vor und nach dem Mittagessen, am Nachmittag mit Feingebäck und auch am Abend verzehrt. Wenn Sie ihn nicht austrinken können, nehmen nur kleine Schlucken.

Noch zu beachten ist, dass es für ungezogen gehalten wird, sich die Nase am Tisch zu schnäuzen.

Wenn Sie im Souk einkaufen möchten, müssen Sie damit rechnen, dass der Verkäufer eine lange Preisverhandlung erwartet. Der erste Preis soll nie akzeptiert werden, und manchmal läuft die Verhandlung gesessen beim Teetrinken (natürlich Minztee). Wenn Sie ein Geschäft machen wollen, seien nicht schüchtern!

Souq Foto CC-BY 2.0 von Cloudzilla

Auf dem Markt, im Hotel und fast überall wird Französisch gesprochen. Diese Sprache wird in der Schule gelehrt und von allen manchmal mit verschiedenen aber immer verständlichen Akzenten gesprochen. Die offizielle nationale Sprache ist Arabisch, aber im Hinterland und in den Berberdörfern wird Dialekt gesprochen.

Noch einen wichtigen Tipp, der nichts mit den Sitten und Gebräuchen Marokkos zu tun hat. Um Darmbeschwerden zu vermeiden, essen Sie nicht in preiswerten kleinen Restaurants in kleinen Gassen!

Lassen Sie sich nicht durch diese Hinweise entmutigen! Mit ein wenig Menschenverstand und Mitgefühl werden Sie sicherlich einen fantastischen Urlaub in Marokko verbringen!

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