Kuriositäten über Sardinien

Was wissen wir über Sardinien? Wissen Sie was Mamuthones sind? (Sie sind keine Tiere!) Wissen Sie, wie eine sardische Hochzeit läuft?

Sardinien ist eine Paradiesinsel und ein ausgesprochen anziehendes Urlaubsziel, das mit Fähren einfach erreichbar ist und gleichzeitig wunderschöne Strande, wilde Naturlandschaften und vielfaltige schmeckende Gerichte bietet: eine attraktive Mischung zwischen Tradition und Unterhaltung!

Einige besondere Merkmale dieser Insel sind aber nicht so bekannt, und hier werden Sie interessante Kuriositäten über die Traditionen, das Land und die Kultur Sardiniens kennenlernen.

Mamoiada ist ein kleines Dorf in der Barbagia, 60 km südlich von Nuoro, wo die Karnevalskostüme – die Mamuthones – für die schönsten auf der ganzen Insel gehalten werden. Mamuthones und Issohadores sind traditionelle prähistorische Karnevalfiguren, die zu den antiken pastoralen Sitten gehören und vom großen ethnografischen Interesse sind. Der Karneval von Mamoiada wird auch „die Tanz der Mamuthones“  genannt. Der Name soll von dem griechischen Wort „maimon“ herkommen und bedeutet „verrückt, untüchtig“. Die Kostüme sind aus Lamm- und Schaffellen, und die Masken aus dunklem Holz. Jede Paradegruppe besteht aus 12 Figuren – eine für jeden Monat -, die auf dem Rücken schwere Kuhglocke tragen. Die Issohadores marschieren neben den Mamuthones und sind ihre Wachter.Mamuthones-FotoBallore

Foto CC-BY-SA von R.Ballore

Ein der größten unteririschen europäischen Seen befindet sich in Sardinien und heißt Lamarmora See.  Der See ist in einer Grotte am Fuß von Capo Caccia in Algero, unweit von Sassari, und ist 130 m lang, 25 m breit und maximal 9 m tief. Um die Grotte zu erreichen, muss man die 600 Stufen der Treppe Escala del Cabirol hinuntergehen oder mit dem Boot bis dahin fahren.

Das örtliche sardische Kunsthandwerk hat antiken Ursprung und ist durch die geometrische Form der Manufakturwaren und der Dekorationen gekennzeichnet, die auf den in den Nuraghen erfundenen Gegenständen, auch aus der römischen Zeit, bewundert werden können. Das geometrische Zeichnen wird als Dekoration von Teppichen, Ehekästen, von sardischen Frauen handgeflochtenen Körben verwendet. Stilisierte Darstellungen von Menschen dekorieren sowohl die Manufakturwaren als auch goldenen und silberne Schmuckwaren. Dank des Einflusses der Phönizier wurden für Gobelin, Teppiche und Frauenkleider lebendige Farben verwendet. Vom byzantinischen Ursprung sind die prächtigen goldenen Ausschmückung, während die Dekorationen mit Blumen von gestickten Geweben aus der neuen Renaissance sind.

Die Mittelmeervegetation Sardiniens unterscheidet sich von den typischen Vegetation des Mittelmeerraums durch das Vorhandensein von Korkeichen, die auf Sardinien eine Fläche von 60.000 ha bedecken, und zwar zwei Drittel der nationalen Vegetation. Die Wälder aus Korkeichen befinden sich meistens in der Gallura, im nordöstlichen Teil der Insel. Diese schönen Bäume haben eine große Baumkrone und die rote Rinde aus Kork, der auf der ganzen Welt in vielen Bereichen angewendet wird. Weiterhin werden die Eicheln und das Holz dieses Baums als Tierfutter und Brennholz verwendet.

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Foto von Gemeinfreiheit

Hochzeiten sind bei allen rührende und wichtige Zeremonien, aber auf Sardinien werden sie nach antiken Riten zelebriert, sodass das Hochzeitfeier ein fesselndes Schauspiel wird. Im Gebiet von Sulcis, genau in Santadi, wird die Mauritane Hochzeit – die sogenannte  “Sa Coja Maureddina” – zelebriert. Diese Zeremonie wurde nach den in der Vergangenheit angelandeten Afrikanern genannt, auch wenn es sich um einen katholischen Ritus handelt. Beim Beginn verlassen die Braut und der Bräutigam die jeweiligen Häuser und steigen in einen dekorierten Wagen „Traccas“ genannt. Das Brautpaar und die jeweiligen Verwandte, die alle in traditionelle Kostüme gekleidet sind, erreichen den Platz, wo die Hochzeit zelebriert wird. Am Fest nehmen auch Folkloretanz­gruppen aus anderen sardischen Gebieten teil, und am Ende verteilt das Brautpaar das Hochzeitsbrot an alle Gäste.

Die antike Hochzeit von Selargius – “Sa Coja Antiga Cerexina” – ist ein weiterer antiker Ritus, der auf Sardinien zelebriert wird. Das künftige Brautpaar wird an der Tür der jeweiligen Häuser mit Salz und Weizen gesegnet, da diese zwei Elemente sehr wichtig für das Leben aller Einwohner sind. Die Umzüge von Gästen gehen in Richtung der Kirche, wo die Hochzeit in der sardischen Sprache zelebriert wird. Die Braut und der Bräutigam werden mit einer Kette “sa cadena” verbunden, als Symbol eines unauflöslichen Bandes. Auch in diesem Fall sind alle Gäste und das Brautpaar in wunderbare traditionelle Kostüme gekleidet, und im Lauf der Zeremonie wird sardische Volksmusik gespielt.

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